Einleitung Rsnapshot
Rsnapshot ist meine absolute Lieblingslösung für ein automatisches Backup unter Debian. Es ist zeitlich flexibel einstellbar, erstellt mehrere Backups (mit Hardlinks und ist somit sehr platzsparend; stündlich,wöchentlich, monatlich) und ist gleichzeitig äußerst verlässlich.
Rsnapshot – Was ist unter Hardlink zu verstehen?
Unter RSnapshot muss man sich sich mehrere Backupordner (Montag, Dienstag…) vorstellen. Mit der Zeit würden unheimlich viele Dateien doppelt und dreifach (,weil immer wieder kopiert in den Ordner liegen), wenn man immer komplette Backups des Tages haben will. Ein Hardlink ist hier eine tolle Sache, den statt der Kopie wird nur ein Hardlink der Datei bsp. der Datei “Tim1″ aus dem Ordner “Montag” in den Ordner “Dienstag gelegt. Solange sich die Datei nicht ändert haben wir also lediglich einen Hardlink statt vielen Bytes.
Wenn Sie nun Dienstag wiederherstellen, dann kopiert sich das System entsprechend der Hardlinks die notwendigen Dateien aus den älteren Ordnern.
Bitte lassen Sie also RSnapshot die Backupordner verwalten!
Installation Rsnapshot
Um Rsnapshot zu installieren muss das folgende Paket installiert werden über:
Automatisches Backup :~# apt-get install rsnapshot
Einrichtung Rsnapshot und des automatischen Backups
Nach dem Installieren befindet sich die Konfigurationsdatei unter:
/etc/rsnapshot.conf
Anpassen verschiedener Werte
Automatisches Backup :~# mcedit /etc/rsnapshot.conf
snapshot_root /mnt/usbdisk/backups
Hier wird angegeben, wo die Backups gespeichert werden.
interval daily 7
interval weekly 4
interval monthly 6
Hier werden den verschiedenen Backups Namen gegeben und eingestellt wieviele Versionen davon aufgehoben werden sollen.
Im obigen Beispiel also 7 tage vom täglichen Backup, 4 vom wöchentlichen und 6 vom monatlichen.
backup /home/ localhost/
backup /etc/ localhost/
Hier wird eingestellt welche Ordner vom System gebackupt werden sollen. Hier /home und /etc komplett.
Anlegen des Cronjobs für das automatische Backup mit Rsnapshot
Danach man einen Cronjob an, wie hier im beispiel täglich, wöchentlich und monatlich rsnapshot aufgerufen wird.
0 2 * * * root rsnapshot daily
0 5 * * 1 root rsnapshot weekly
0 7 1 * * root rsnapshot monthly
Ergebnis
Es entstehen jetzt im Backupverzeichnis 7 tägliche, 4 wöchentliche und 6 monatliche Verzeichnisse mit den Backups.
Test Rsnapshot und des automatisches Backup
Aufruf über die Konsole:
Automatisches Backup :~# rsnapshot daily
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4 Kommentare zu Automatisches Backup mit RSnapshot
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Hallo Tim,
nachdem ich mich mit der Einrichtung von rsync rumgequält habe, bin ich auf dies Thema von dir gestossen und habe es prompt umgesetzt.
Vielen Dank für die Anleitung!
Zum Test wende ich folgende Befehle an:
debian:~# rsnapshot configtest
Es sollte jetzt als Antwort schlicht und ergreifend “Syntax OK” angezeigt werden.
Ist irgendwas in der rsnapshot.conf nicht richtig kommt auch mal diese Meldung:
—————————————————————————-
rsnapshot encountered an error! The program was invoked with these options:
/usr/bin/rsnapshot configtest
—————————————————————————-
ERROR: /etc/rsnapshot.conf on line 171:
ERROR: exclude /var/www/test/htdocs/files/
ERROR: ———————————————————————
ERROR: Errors were found in /etc/rsnapshot.conf,
ERROR: rsnapshot can not continue. If you think an entry looks right, make
ERROR: sure you don’t have spaces where only tabs should be.
Danach kann man das Ganze erst einmal im Probedurchlauf testen ohne wirklich Dateien zu schreiben:
debian:~# rsnapshot -t daily
Dieser Befehl simuliert den Verlauf des Backups und gibt die meldungen und Befehle aus, die während der echten Ausführung kommen werden.
Das beschleunigt die Fehlerbeseitigung und die Prüfung bei etwas komplexeren Konfigurationen ;-)
Erstmal Kaffee …
Pete
Danke! Es hat alles genau so funktioniert wie beschrieben.
MfG Steffen (Systemadministrator (root.Suse10) -> medizinisches Labor)
Hey Tim,
schöne Anleitung! Allerdings erhalte ich im Log von rsnapshot immer Fehlermeldungen:
WARNING: Could not lchown() symlink “/data/backup/rsnapshot/daily.1/usw…”
Scheinbar gibt es da Probleme mit Debian und perl bzw. lib-lchownperl.
Hast du eine Idee, wie man das lösen kann? Für Etch hatte ich mal eine Anleitung gefunden, da hatte jemand ein Paket für Etch kompiliert. Bei Lenny klappt das leider nicht… Hast du eine Idee?
Übrigens hat mir deine Seite schon des öfteren weitergeholfen, gerade bei der Installation von Debian Etch auf meinem neuen Server damals konnte ich hier sehr viel lernen und übernehmen! ;-)