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28. Dezember 2006

Anleitung – Virtuelle Maschinen

Aktuelle Rechner, ob Desktop oder Notebook, haben meist soviel Arbeitsspeicher und CPU-Performance, dass man sich fragt was man damit schönes anstellen könnte. Für mich ist eine virtuelle Maschine die naheliegenste Antwort! Aktuelle Rechner bzw.Nun stellt sich aber die Frage, was man mit einer virtuellen Maschine nun machen kann? In einer virtuellen Maschine können Sie eine Kopie Ihres System starten und Software testen ohne jede Gefahr. Sie können in einer virtuellen Maschine bsp. Ubuntu installieren und somit ein alternative Betriebssystem ausprobieren oder dieses als sichere Surfstation nutzen. Sie können Ihre virtuelle Maschine auch jeweils mit den neusten Linux Distributionen füttern, den im Netzt gibt es fertig eingerichtete VMWare-Images von Suse, Debian, Fedora, Centos, Redhat etcpp. Entwickler haben durch eine virtuelle Maschine verschiedene Vorteile, aber der größte besteht darin das System immer wieder auf den Ausgangspunkt zurück bringen zu können zwecks Debugging.
Es gibt auf derzeit drei große und kostenlose Virtualisierunger (Ich lasse XEN aufgrund der Komplexität außen vor):

Virtuelle Maschine mittels Imotek VirtualBox

VirtualBox ist Freeware. Eine virtuelle Maschine einzurichten ist denkbar einfach aufgrund der bedienerfreundlichen Oberfläche. Eine virtuelle Maschine unter VirtualBox hat momentan gegenüber den anderen Vitualisierungslösung zwei Vorteile: VirtualBox startet am schnellsten eine virtuelle Maschine und hat die beste Grafikleistung!
Unterstützung: VirtualBox kann eine virtuelle Maschine unter Windows XP, Windows Vista erstellen und Windows ab 3.1, DOS, OS/2 und Linux als Clientsystem beheimaten.

Eigene Meinung: VirtualBox ist momentan meine Lieblingslösung. Der Grund ist, dass ich immer etwas zu den Underdogs neige (VirtualBox hat keine großen Unternehmen im Rücken) und dass es unter Ubuntu eine tolle Grafikleistung zeigt. (man will auch in einer virtuellen Maschine nicht nur alles grau in grau haben ;-)

Virtuelle Maschine mittels VMware Server

Der VMware Server ist wohl der bekannste Virtualisierer. Eine virtuelle Maschine läßt sich auch unter dem VMware Server mit Leichtigkeit erstellen, aber der Schwerpunktliegt des VMware Servers liegt mehr im Netzwerkbereich. Der VMWare Server weißt eine Menge verschiedener Netzwerk-Features auf, die für den Normaluser etwas verwirrend wirken können, und man kann durch Addons (bsp. VirtualCenter) die Netzwerkmöglichkeiten noch erweitern.
Vorteile: VMware ist ein Begriff und es gibt auf der Webseite von VMWare eine riesige Zahl an Images (= Virtual Appliance Marketplace ) von freien und vorkonfigurierten virtuellen Maschinen für fast jeden Einsatzzweck (Webserver, Fileserver, VOIP-Server, VPN, SSH, Remote, CMS u.s.w.). Und mit dem VMWare Converter läßt sich Ihr physikallisches Betriebssystem in ein VMWare-kompatibles Images verwandeln (was bsp. bei einem Upgrade von XP auf Vista sehr sinnvoll ist).
Unterstützung: Der VMware Server unterstützt Windows 2000, XP und Vista und es kann eine virtuelle Maschine ab Windows 3.1, DOS, OS/2 und Linux erstellt werden.
Meine Meinnung: Der VMWare Server war lange Zeit mein Begleiter und ich setze ihn heute noch gerne ein, aber 16MB SVGA sind einfach sehr wenig.

Virtuelle Maschine mittels Microsoft Virtual PC 2007

Microsoft hat nur wiederwillig den Virtual PC kostenlos bzw. als Freeware heraus gegeben, aber nachdem VMware mit Ihrem Server soviel Erfolg hatten wurden Sie auch hier abgehängt. Ich will nicht viel Worte verlieren. Der Virtual PC startet von allen Virtualisiern am langsamsten, ist als einzigster in Deutsch verfügbar, Unterstützt mittlerweile Linux als Client-System, hat nur 8MB Grafikspeicher und bringt keine (!) USB-Unterstüztung mit.
Eigene Meinnung: Der Virtual PC 2007 ist nicht meine erste Wahl zur Erstellung einer virtuellen Maschine.